Weihnachtssingen in Burggen

Einen wunderschönen Ausklang der besinnlichen Zeit bildete das Weihnachtssingen des Lechgaus in der Pfarrkirche in Burggen. Noch einmal konnten alle Zuhörer in der voll besetzten Kirche St. Stephan zur Ruhe kommen – mit wunderbarer Musik und einer Geschichte, die zum Nachdenken anregte.

Passend zum weltweiten „Tag der unschuldigen Kinder“ machten die Kleinsten des Trachtenvereins König Ludwig II nach den Rottenbucher Weisenbläsern den Anfang dieses kurzweiligen Abends. „Kommt, wir gehen nach Bethlehem“ luden sie die Besucher aus Nah und Fern mit Begeisterung ein, sich mit ihnen in die Zeit nach Christi Geburt entführen zu lassen. Als Denkanstoß und roter Faden diente die russische „Legende des vierten Königs“, die Moderator Georg Kirchhofer in drei Teilen vortrug und mit aktuellen Bezügen bereicherte. Den musikalischen Weg bereiteten eine Vielzahl an Gruppen und Ensembles aus Burggen und dem Lechgau. Das Volksmusikensemble Burggen „Eröffnet(e) die Pforten“ meisterlich an sieben verschiedenen Instrumenten, mit dem Burggener Harfenduo durfte man „Staad wern“, die Geschwister Kirchhofer begeisterten mit ihren glasklaren und angenehmen Stimmen und die Jungen Dorfmusikanten bewiesen, dass sich Burggener Blechbläser keine Sorgen um ihren Nachwuchs machen müssen.

Unterstützt wurden die heimischen Gruppen von den schönen Männerstimmen der Liedertafel Hohenfurch, den traditionellen Stücken der Stoffener Hausmusik und den feierlichen Klängen der Rottenbucher Weisenbläser.

Nach so viel schöner Musik zum Zuhören durften alle beim gemeinsamen Abschlusslied „Oh du fröhliche“ dann selbst die Stimme erklingen lassen, begleitet von Josef Kirchhofer an der Orgel. Applaus gibt es traditionell nicht bei Konzerten dieser Art, dafür umso mehr Lob und Zuspruch beim ein oder anderen Tässchen Glühwein danach.

 

Jugendwertungsplatteln in Leeder

213 Kinder und Jugendliche machten beim diesjährigen Jugend-Preisplatteln des Lechgaus in der Fuchstalhalle mit – und Gewinner waren sie alle. „Wer wochenlang für diesen Tag probt und dann den Mut hat, vor so vielen Augen den Kreis zu betreten und vor den Wertungsrichtern sein Bestes zu geben, der ist ein Sieger und verdient Respekt“, lobte Gau-Vorstand Franz Multerer alle Teilnehmer, die in zwei Altersklassen antraten.

Am aufgeregtesten waren die Kleinsten, die in der Klasse bis 13 Jahre teilweise zum ersten mal dabei waren. Doch auch dem einen oder anderen scheinbar alten Hasen zitterten die Knie. Sitzen die Strümpfe? Hält die kunstvolle Frisur mit den Haarnadeln? Doch dafür gibt es ja die Jugendleiter, die so lange mit ihren Schützlingen auf diesen wichtigen Tag hingearbeitet haben: Sie krempelten Ärmel, polierten Schuhe, flochten Zöpfe, beruhigten nervöse Zappelphillippe, bis es vor die Augen der jeweils vier Wertungsrichter in den Kreis ging. Und die schauten ganz genau hin, ob die Plattler und Dreherinnen schön im Takt blieben, die Schläge beim Platteln nicht zu leicht und die Glocken der Röcke beim Drehen gleichmäßig waren. Egal ob Haushamer, Reit im Winkl, Ruhpoldinger oder Wendlstoana, die Regeln sind bei allen Plattlern dieselben, und alle Kinder gaben ihr Bestes. Nach überstandenen drei Minuten war die Erleichterung jedes Mal groß, egal ob man mit seiner Leistung oder der Bewertung ganz zufrieden war oder nicht. Oder ob man sich auf sein Glück verlassen musste: Bei den Buam von 14 bis 17 Jahren entschied nämlich das Startlos über die ersten drei Plätze, da alle Plattler eine Wertung von 4/0 hatten.

Doch auch das war bei der Preisverleihung irgendwann vergessen, denn D´Wurzbergler Reichling, die das Preisplatteln heuer super organisiert und ausgerichtet haben, hatten tolle Preise besorgt. Da war für jeden und jede was dabei: Von frisch duftenden Kosmetikartikeln, spannenden Hörspielen, Trachten-Accessoires und Deko-Artikeln bis hin zu einem Rennschlitten und Werkzeugkästen.

Prall gefüllte, leckere Geschenkkörbe gab es für jede der Gruppen, die sich ebenfalls in den zwei Jahrgangsklassen maßen. Die Gruppen aus Rottenbuch (14-17 Jahre) und Steingaden (bis 13 Jahre) erhielten zusätzlich jeweils eine schöne Trophäe, denn sie hatten ihre Konkurrenten auf die Plätze verwiesen.

Und so traten nach acht Stunden glückliche, aber auch müde Nachwuchs-Trachtler die Heimreise an, die sich allesamt als Gewinner fühlen durften.

 

BU_buam: Diese Buam setzten sich in ihrer Altersklasse gegen die Konkurrenz durch (v.li.): Johannes Erhard (2., Rottenbuch), Ferdinand Bader (1., Schongau), Simon Baarfüßer (3., Peiting), Xaver Barnsteiner (2., Peiting), Johannes Durach (1., Rottenbuch), Julian Bauer (3., Hohenpeißenberg).

 

BU_dirndl: Diese Dirndln hatten die Nase vorn beim Jugend-Preisplatteln (v.li.): Christina Kees (2., Apfeldorf), Magdalena Schleich (1. Apfeldorf), Theresa Kreismair (3., Schongau), Rosa Scharding (2., Reichling), Antonia Schleich (1., Hohenpeißenberg), Magdalena Multerer (3., Peiting).

 

BU_steingaden: Sie sind seit Jahren der Topfavorit und räumten auch heuer wieder ab: Die Gruppe der Steingädener bis 13 Jahre.

 

BU_rottenbuch: Groß war die Freude bei den Rottenbuchern: Ihre Gruppe der 14 bis 17-Jährigen belegte den ersten Platz.

 

Ergebnisse:

 

Dirndl bis 13 Jahre:

 

4. Antonia Peter (Böbing)

5. Magdalena Ernst (Steingaden)

6. Hannah Bauer (Hohenpeißenberg)

7. Hannah Pröbstl (Hohenpeißenberg)

8. Anna Bleichner (Rottenbuch)

9. Ramona Tischler (Rottenbuch)

10. Christina Herz (Hohenfurch)

 

Dirndl 14 bis 17 Jahre:

 

4. Johanna Schigg (Hofstetten)

5. Mona Barnsteiner (Peiting)

6. Elisabeth Nuscheler (Hohenfurch)

7. Antonia Weiß (Rottenbuch)

8. Theresa Kölbl (Rottenbuch)

9. Maria Huber (Steingaden)

10. Elisabeth Herbst (Rottenbuch)

 

Buam bis 13 Jahre:

 

4. Markus Eirenschmalz (Steingaden)

5. Marco Graf (Reichling)

6. Pius Rieder (Reichling)

7. Tobias Schweiger (Böbing)

8. Johannes Nöß (Steingaden)

9. Xaver Nuscheler (Hohenfurch)

10. Phillip Pössinger (Reichling)

 

Buam 14 bis 17 Jahre:

 

4. Linus Rieder (Reichling)

5. Tobias Doser (Steingaden)

6. Gabriel Sieber (Steingaden)

7. Beni Schweiger (Steingaden)

8. Franz Kriesmair (Schongau)

9. Korbinian Durach (Rottenbuch)

10. Christoph Graf (Reichling)

 

Gruppe bis 13 Jahre:

 

1. Steingaden 1

2. Westendorf

3. Reichling

 

Gruppe 14 bis 17 Jahre:

 

1. Rottenbuch

2. Steingaden 1

3. Schongau

 

 
 

Herbstgauversammlung in Peiting

Rund 120 Delegierte fanden sich zur Herbstversammlung des Lechgaues in der Schloßberghalle in Peiting ein. Unter ihnen auch Peitings zweiter Bürgermeister Franz Seidel, der in seinem Grußwort die wichtige Brauchtumsarbeit der Trachtenvereine hervorhob. Neben den üblichen Berichten der Sachgebietsleiter und der Vorstandschaft waren die turnusgemäßen Neuwahlen an dieser Versammlung bestimmend. Erster Gauvorstand Franz Multerer aus Peiting wurde für weitere drei Jahre gewählt. Sein Stellvertreter Anton Auer, Stoffen stellte sich nach 31 Jahren nicht mehr zur Wahl, sein Nachfolger wurde Matthias Strauß, Steingaden. Auch Gaukassier Josef Häusler, Kaufbeuren gab sein Kassiersamt nach 33 Jahren in jüngere Hände. Künftig wird Michael Habersetzer, Hohenpeißenberg das Gauvermögen verwalten. Gauschriftführer Andreas Bemsel, Seestall wurde wiedergewählt.  Brauchtumswart Josef Fiederer, Landsberg wurde in seinem Amt bestätigt. Nicht mehr zur Wahl stellte sich Pressewart Stephan Schütz, Peiting seine Nachfolgerin wurde Christine Wölfle, Schongau. Christl Wagner, Peiting gab ebenfalls ihren Posten ab, neue Trachtenwartin ist Petra Schadt, Hofstetten. Die beiden Volksmusikwartinnen Brigitte Strunz, Böbing und Marianne Baab, Peiting wurden wiedergewählt, genauso wie die Internetbeauftragte Christiane Resch, Steingaden. Die Vorplattler Florian Schamper, Apfeldorf und Tobias Linder, Hohenfurch wurden von der Versammlung bestätigt, genauso wie die beiden Dirndlvertreterinnen Anna Knappich, Hohenpeißenberg und Vroni Strunz, Böbing. Auch die beiden Gaujugendleiter Georg Multerer, Peiting und Johanna Rieder, Reichling bestätigte die Versammlung. Zu guter Letzt wählten die Delegierten auch noch die drei Beisitzer Martin Krötz, Rott, Markus Wölfle, Schongau und Franz Linder, Hohenfurch wieder in den Gauauschuss.

Des Weiteren wurden zwei verdiente Trachtler aus Reichling geehrt.  Martin Sepp war sieben Jahre erster Vorstand, 13 Jahre zweiter Vorstand und ist seit heuer als Jugendleiter aktiv. Für diese  zwanzigjährige Vorstandstätigkeit verlieh ihn Gauvorstand Franz Multerer das Gauehrenzeichen in Silber. Norbert Forscher wurde 1997 zum Kassier gewählt und übte dieses Amt ebenfalls zwanzig Jahre aus. Auch ihm wurde hierfür das silberne Gauehrenzeichen verliehen.

 

Herbstvorplattlerprob in Westendorf

Die Vorplattler und Dirndlvertreterinnen des Lechgaues trafen sich heuer im Westendorfer Bürgerhaus zu ihrer Herbstprobe. Diesmal standen bei der Veranstaltung die Neuwahlen im Vordergrund. Erster Vorplattler Florian Schamper aus Apfeldorf und erste Dirndlvertreterin Anna Knappich aus Hohenpeißenberg wurden von den Anwesenden in Ihren Ämtern bestätigt. Die beiden Stellvertreter Franz Multerer jun. Aus Peiting und Evi Schilcher aus Rottenbuch stellten sich nicht mehr zur Wahl. Ihre Nachfolger wurden Tobias Linder, Hohenfurch und Vroni Strunz, Böbing.

Auch in Zukunft wird es Im Sachgebiet Schuhplattler nicht Langweilig, die nächsten Termine stehen schon an. Schon am Sonntag, den 28. Oktober findet das Jugendpreisplatteln in der Fuchstalhalle in Leeder statt, und am 24. November ist Kathreintanz in Lechbruck.

Natürlich wurde in der gemeinsamen Probe auch geplattelt und getanzt. Auch der Gastgebende Verein „Gennachtaler“ Westendorf stellte seine Plattlergruppe vor.

 

Volksmusiktag in Epfach

Bei herrlichem Wetter spielten in Epfach  zahlreiche  Musikanten auf und Gesangsgruppen gaben ihr Bestes.  Über 20  Gruppen waren zu dieser  Veranstaltung im Lechgau-Trachtenverband gekommen und hatten selber den größten Spaß an dem zwanglosen Musizieren.

Schon der Gottesdienst in der überfüllten Pfarrkirche wurde von vier erstklassigen Volksmusikgruppen umrahmt. Das Peitinger Harfenduo, die Lechrainer Sängerinnen, die Epfacher Bläsergruppe und der Buchwiesgsang beeindruckten die Kirchenbesucher.  Bevor sich die Musikanten und zahlreichen Gäste zum Frühschoppen aufteilten, wartete die Epfacher Trachtenjugend im Freien mit dem „Mühlradl“ auf. Bei acht Gruppen plus Zuhörer ging es im Pfarrheim eng her, doch die stellvertretende Gaumusikwartin Marianne Baab führte so zwanglos durch die Musikbeiträge, dass es ein wunderbarer Hoagarten wurde. Derweil teilten sich über zehn weitere Gruppen im Gasthaus „Sonne“ auf und sorgten sowohl im Biergarten als auch im Saal für einen musikalischen Frühschoppen. Bei der Spielfreude der jungen Musikanten im Biergarten oder der geselligen Unterhaltungsmusik durch die „Roattabuachar Bauramusi“ zum Mittagstisch kamen die zahlreichen Zhörer voll auf ihre Kosten. Einen besonderen Dank richtete Gauvorstand Franz Multerer an den Epfacher Trachtenverein mit den beiden Organisatoren Walter Eglhofer und Anton Draxl für diesen einmaligen Tag.

Dann marschierte eine spontane Blaskapelle zum Lorenzberg, wo es um 14 Uhr mit dem Weisenblasen weiterging. Von der Klarinette bis zum Alphorn erklangen vor der kleinen Kapelle zahlreiche Instrumente der sechs Bläsergruppen. Die aufgestellten Bierzelttische waren überfüllt mit etwa 500 Zuhörern, die bei dem herrlichen Herbsttag den Ausblick und die Musik genossen.

 
 

Volksmusikwartebesprechung

Die Volksmusikwarte des Lechgaues trafen sich heuer in Burggen zu ihrer jährlichen Besprechung. Das die Volksmusik im Lechgau einen hohen Stellenwert hat zeigt schon der Rückblick auf das vergangene Jahr. So konnten neben den Großen Ereignissen wie dem Chöretreffen und dem Gaujugendsingen auch wieder Eiterbildungsmaßnahmen im Stillerhof in Wessobrunn angeboten werden. Und als nächstes Großereignis steht am Sonntag, den 30. September  der Tag der Volksmusik in Epfach auf dem Programm. Schon der Gottesdienst um 10.00 Uhr wird musikalisch umrahmt, anschließend spielen zahlreiche Volksmusikgruppen im Pfarrheim und dem Gasthof Sonne auf. Abgeschlossen wird der Tag mit einem Weisenblasen auf dem Lorenzberg.

Auch im nächsten Jahr sind schon Veranstaltungen geplant, so wird in Stoffen das traditionelle Gausingen stattfinden, in Rott wird es einen Volksmusikhoagart geben. Für die Gaukapelle steht ein großer Auftritt ins Haus. Im Washington D. C. findet nächstes Jahr das Gaufest des Trachtengaues Nordamerika statt. Hierzu wurden sie extra gebucht.

Da 2018 im Lechgau Wahljahr ist, wurden im Rahmen der Volksmusikwartbesprechung auch gleich die Neuwahlen des Sachgebietes vorgenommen. Die beiden Gauvolksmusikwarte Brigitte Strunz und Marianne Baab wurden einstimmig wiedergewählt, ebenso wie der Blasmusikbeauftragte Thomas Eiler.

 

Gauwallfahrt auf den Hohen Peißenberg

Rund 300 Trachtler aus dem Lechgau fanden sich trotz des unbeständigen und nebligen Wetters in Hohenpeißenberg ein, um bei der jährlichen Gauwallfahrt zur Muttergottes auf den Bayerischen Rigi zu pilgern. Vor der Wallfahrtskirche wurden sie von der Musikkapelle Reichling musikalisch begrüßt und das letzte Stück bis in die Wallfahrtskirche begleitet.

Dort feierte Pfarrer Dr. Robert Kröpfl zusammen mit Diakon Hans Steinhilber den Wallfahrtsgottedienst, der heuer vom  Trachtenverein „Wurzbergler“ Reichling mitgestaltet wurde. Anschließend gedachte Gauvorstand Franz Multerer den gefallenen und vermissten Trachtenkameraden, am Ehrenmal wurde von einem Trachtenpaar ein Kranz niedergelegt.

Auch die Gaustandarte wurde weitergereicht, das nächste Jahr wird sie der Trachtenverein „Illachtaler“ Rottenbuch  tragen, und mit ihr den Lechgau in der Öffentlichkeit vertreten.

 

95. Lechgaufest in Peiting

Gerade noch rechtzeitig hörte es am Sonntagnachmittag zum Regnen auf, so dass der Höhepunkt des 95. Lechgaufestes, der Festzug, stattfinden konnte. So zogen rund 40 Trachtenvereine zusammen mit ihren Musikkapellen, Trommlerzügen und Festwägen durch Peiting. Auch zahlreiche Zuschauer trotzten dem Wetter und säumten die Zugstrecke. Anschließend zeigten die angereisten Vereine in der Festhalle und auf der Freibühne ihre Ehrentänze, dann spielte die Lechgaukapelle zum Tanz und zur Unterhaltung auf. Der Festausklang wurde von der Stadtkapelle Schongau gestaltet

Schon zum Gottesdienst, der witterungsbedingt in der Festhalle stattfand, fanden sich über 1000 Besucher, und füllten die Reihen. Die musikalische Umrahmung übernamen die Trachtenkapelle und er Mänerchor.  Im Rahmen der Messfeier wurde auch die neue Fahne des Peitinger Trachtenvereins von den beiden Pfarrern Dr. Robert Kröpfl und Martin Kirchbichler gesegnet, und natürlich anschließend beim Festzug gleich mitgetragen. Als Patenverein stellten sich, wie auch schon bei der letzten Fahnenweihe, der Trachtenverein „Boarisch Rigi“ Hohenpeißenberg zur Verfügung. Zum anschließenden Mittagessen spielte die Musikkapelle Rottenbuch auf.

Am Samstagabend wurde das Standkonzert mit der Trachtenkapelle, dem Trommlerzug und dem Jodlerclub aus Glarus  kurzerhand vom Hauptplatz in die Eishalle verlegt, anschließend fand der Gauheimatabend statt. Die Plattlergruppen der Lechgauvereine zeigten auf der Bühne ihr Können, und zeigten verschiedene Plattler und Tänze. Höhepunkt des Abends war aber sicherlich der Gemeinschaftsauftritt des Festvereins „Alpenrose“ Peiting.  Die Trachtenkapelle, die Plattlergruppe, der Männerchor und die Goaßlschnalzer zeigten in einem eigens zusammengestellten Potpourri  ihr Können. Im Rahmen des Abends wurden auch noch zwei  Trachtler mit dem Ehrenzeichen der bayerischen Trachtenjugend in Gold ausgezeichnet. Franz Multerer und Norbert Schelle erhielten die Ehrung für ihr jahrelanges Engagement für die Jugend- und Nachwuchsarbeit.

Auch zur Auftaktveranstaltung am Freitag, dem boarischen Tanzabend war die Halle schon gut gefüllt. Zu den Klängen der  Göllwurzn Musi und den Weißngroanern fanden sich zahlreiche Tänzer und Zuhörer ein. Die größte Besuchergruppe stellte der trachtenverein aus Hohenpeißenberg, und erhielt die 50 Liter Bier, die als Preis ausgezeichnet waren.

Abschließend kann man sagen das die drei Festtage ein rundrum gelungenes Gaufest waren.

 

50. Gaujugendtag in Schongau

Da ging einem das Herz auf: Über 600 Kinder und Jugendliche aus den Trachtenvereinen des Lechgaus hatten sich fesch herausgeputzt und feierten zusammen den 50. Gaujugendtag in Schongau. Und das im Jubiläumsjahr wie die Großen.

Schon beim feierlichen Gottesdienst in der Kirche Mariae Himmelfahrt war kein Platz mehr frei. Eingerahmt von den Fahnenabordnungen bot sich Stadtpfarrer Norbert Marxer und Diakon Hans Steinhilber ein wunderbares Bild, als sie die Messe zelebrierten. „Ich möchte ein herzliches Vergelt´s Gott an alle sagen, die sich seit nunmehr 50 Jahren engagieren und unseren Kindern Tradition, Werte und Glauben vermitteln“, hob Steinhilber in seiner Ansprache hervor, selbst ein Vollblut-Trachtler. Dass Brauchtum und Kirche unzertrennlich zusammengehören, zeigte sich auch daran, dass alle Ministranten in Tracht erschienen waren, die wunderbare musikalische Gestaltung von jungen Trachtlern übernommen wurde, sowie Lesung und Fürbitten.

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst wurde es eng rund um den Marienplatz, denn dort stellten sich alle zum Festzug auf. Hinter jeder Fahnenabordnung marschierten die Kinder und Jugendlichen sauber in Reih und Glied und im Gleichschritt bis zur Eishalle, unterstützt von zwei Musikkapellen (aus Schongau und Rott) und zwei Trommlerzügen (Rottenbuch und Peiting).

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es gleich weiter im Programm. Frisch gestärkt mit Braten und Leberkässemmeln, zeigten die Jugendgruppen die unterschiedlichsten Plattler und Volkstänze – vom Kikeriki, der Kreuzpolka, dem Dätscher bis hin zum Radtanz und dem Schnacklwalzer wurde alles geboten, was das Trachtlerherz höher schlagen lässt. Kein Wunder, dass alle Festredner sich vor Lob überschlugen. Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman betonte, dass die gesamte Trachtenbewegung nicht aus dem kulturellen Leben wegzudenken sei, und Landrätin Andrea Jochner-Weiß hob lobend die Werte hervor, die in den Trachtenvereinen vermittelt werden: „Pünktlichkeit, Disziplin und vor allem die Freude an Gemeinschaft und Tradition.“ Angesichts des imposanten Bilds, das sich Max Bertl, dem Vorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbands, in der mit gut 1000 Gästen besetzten Eishalle bot, stellte er fest: „Mir ist nicht bange um die Trachtenbewegung in Bayern, vor allem nicht im Lechgau. Denn wer die Jugend hat, der hat die Zukunft.“ Und dass jeder Euro, der entweder von Eltern oder staatlichen Institutionen in diese Bewegung fließt, gewinnbringend angelegt ist, erläuterte Gauvorstand Franz Multerer: „Die gesamte Gesellschaft bekommt etwas zurück – nämlich engagierte, wertvolle junge Menschen, die sie bereichern!“ Und die sich nicht scheuen, ein so großes Fest auszurichten. Wie die Mitglieder des Trachtenvereins Schloßbergler Schongau, die vom Aufbau bis zur Bewirtung alle zusammen halfen, um dem 50. Jubiläum den würdigen Rahmen zu verleihen.

Wer bis jetzt noch nicht hundertprozentig verstanden hatte, was das viel zitierte Feuer ist, dass den Trachtlern innewohnt, und das sie weitertragen: Nach diesem 50. Gaujugendtag weiß es jeder!

 

Ehrennadel der Bayerischen Trachtenjugend für Jürgen Gistl

Seit 25 Jahren ist Jürgen Gistl (Mitte) bei seinem Verein Schwalbenstoaner Hohenfurch eine feste Größe, ob als Vorplattler, zweiter Vorstand oder seit 2002 als Jugendleiter. Für diese langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde er jetzt mit der goldenen Ehrennadel der Bayerischen Trachtenjugend geehrt. „Du bist immer da, wenn man dich braucht, und dein Engagement für den Verein und da vor allem die Jugend ist vorbildlich“, lobte Peter Huber (re.), Beisitzer des Landesjugendvorstands, den sympathischen Hohenfrucher. Zusammen mit Gaujugendwart Georg Multerer überreichte er Gistl die Ehrennadel und eine Urkunde beim 50. Gaujugendtag in Schongau, unter dem großen Applaus aller Gäste in der voll besetzten Eishalle.

 

Steingaden verteidigt den Bayerischen Löwen

Das diesjährige Preisplatteln der Gausieger um den Bayerischen Löwen fand am 02. Juni in Haldenwang im Allgäu statt. Gastgeber und Ausrichter waren heuer die Trachtler aus dem Gauverband Nordamerika. Insgesamt 232 Einzelteilnehmer und 31 Gruppen aus 9 Gauverbänden beteiligten sich an dieser Veranstaltung. Bereits am frühen Morgen machten sich die 22 Einzelstarter und 6 Gruppen aus dem Lechgau auf den Weg nach Haldenwang, um sich dort dem gemeinsamen Wettstreit zu stellen. Nach vielen Einzelplattlern und den darauffolgenden Gruppenwertungen, fand am Abend die Preisverteilung statt, bei der alle Teilnehmer die begehrten Löwenzeichen in Empfang nehmen konnten. Das Resultat unserer Teilnehmer aus dem Lechgau war wieder gut. Und so konnten wir uns über den Gewinn der Gruppenwertung bei der Jugend und über einen Sieg bei den Einzelwertungen freuen. Die Jugendgruppe aus Steingaden konnte ihren Titel verteidigen und den Löwen wieder mit nach Hause nehmen. Bei der Einzelwertung in der Klasse Aktiv I sicherte sich Stefan Linder aus Hohenfurch den ersten Platz. Auch alle weiteren Teilnehmer aus dem Lechgau belegten gute Platzierungen.

 

Hier die Ergebnisse unserer Teilnehmer im Einzelnen:

 

Buam bis 9 Jahre

3. Platz Matthias Nöß, Steingaden

 

Buam 10 – 13

3. Platz Rochus Baab, Peiting

 

Dirndl 10 – 13

8. Platz Alisia Beer, Burggen

11. Platz Rosa Scharding, Reichling

 

Buam 14 – 16

5. Platz Linus Rieder, Reichling

7. Platz Franz Kriesmair, Schongau

16. Platz Jakob Rieder, Reichling

20. Platz Maximilian Tischler, Rottenbuch

 

Dirndl 14 – 16

12. Platz Theresa Kriesmair, Schongau

15. Platz Helena Bader, Schongau

 

Buam Aktiv I

1. Platz Stefan Linder, Hohenfurch

5. Platz Andreas Nöß, Steingaden

14. Platz Johannes Erhard, Rottenbuch

 

Dirndl Aktiv I

12. Platz Melanie Holl, Peiting

16. Platz Vroni Strunz, Böbing

18. Platz Elisabeth Geiger, Apfeldorf

 

Buam Aktiv II

5. Platz Franz Sieber, Steingaden

7. Platz Stefan Schweiger, Westendorf

 

Dirndl Aktiv II

2. Platz Hedwig Dietmair, Hofstetten

 

Buam Altersklasse

2. Platz Toni Nöß, Steingaden

3. Platz Michael Fleschhut, Westendorf

5. Platz Wilhelm Echter, Hofstetten

 

Gruppen Jugend

1.Platz Almfrieden Steingaden I

2. Platz Illachtaler Rottenbuch

5. Platz Schnalzbergler Böbing

7. Platz Almfrieden Steingaden II

 

Gruppen Aktiv

2. Platz Almfrieden Steingaden

5. Platz Schwalbenstoaner Hohenfurch

 

Wertungsplattln der Aktiven in Reichling

Beim Lechgauwertungsplatteln in der Fuchstalhalle in Leeder stellten sich heuer  über 150 Plattler und Dreherinnen den strengen Augen der Wertungsrichter.

Taktgefühl, sauberes Auftreten, und eine gute Körperhaltung waren unter anderem gefragt, wenn man einen der vorderen Plätze erreichen wollte.  In der Klasse von 18 bis 24 Jahren plattelte  Andreas Nöß  aus Steingaden am besten, und setzte sich gegen Franz Multerer und Christian Schelle aus Peiting durch. Bei den Dreherinnen gab es einen Sieg für Peiting, Melanie Holl siegte vor Elisabeth Geiger, Apfeldorf und Regina Kassebaum, Schongau. In der Klasse ab 25 Jahren konnte sich Florian Schamper aus Apfeldorf als bester Plattler beweisen, gefolgt von Stefan Linder, Hohenfurch und Toni Schmerold, Steingaden.Bei den Dreherinnen gewann Regina Ressle aus Schongau vor Hedwig Dietmair, Hofstetten und Anna Knappich, Hohenpeißenberg . In der Altersklasse gewann Stefan Arnold aus Burggen, und in der Ehrenklasse Christian Kölbl, Reichling.

Mit großer Spannung wurde die Bekanntgabe der Gruppenwertung erwartet, unter den 22 Teilnehmenden Plattlergruppen gewann Steingaden I  gegen Hohenfurch I und Schongau, und hat somit den Sieg vom Vorjahr wiederholt.

Auch musste niemand mit leeren Händen nach Hause gehen, denn der Trachtenverein „Wurzbergler“ Reichling hatte natürlich für alle Teilnehmer einen Sachpreis hergerichtet, und auch sonst die Veranstaltung sehr gut organisiert.

Großer Dank gilt auch den Wertungsrichtern Tobias Kögel, Martina Steiner, Axel Zehentbauer, Adi Haller, Norbert Fischer, Toni Nöß, Tobias Lutz und Hans Benedikt,  sowie den Musikanten Margeret Gregor und Korbinian Hurnaus , die sich den ganzen Tag Zeit nahmen um die Teilnehmer zu bewerten oder die verschiedenen Plattlermelodien zu spielen.

 

Gaujugendsingen in Hofstetten

Zum gemeinsamen Singen und Musizieren traf sich die Lechgaujugend im Gasthof Hipp in Hofstetten. Martin Probst, 1. Vorstand der „Windachtaler“ konnte sieben Musikgruppen aus dem Gaugebiet begrüßen. Durchs Programm führten dann Gauvolksmusikwartin Brigitte Strunz und Hedwig Dietmair, Musikwartin von Hofstetten. Musikalisch begann der Abend mit den „Windachtaler Amseln“ die das Volkslied „Springt der Hirsch übern Bach“ vortrugen. Aus Hohenfurch, Peiting, Reichling Rottenbuch und Steingaden kamen die weiteren jungen Musikanten, und zeigten ihr Talent auf Gitarre Querflöte, Hackbrett, Bariton, Tuba und Ziehharmonika. Auch das Publikum wurde miteinbezogen, es wurde auch gemeinsam gesungen. Am Ende der Veranstaltung ließen es sich die begeisterten Jungmusikanten nicht nehmen, noch zusammen weiterzumusizieren.

 
 

Frühjahrsgauversammlung in Neu-Ulm

Die Delegierten des Lechgaues trafen sich zu ihrer Frühjahrsversammlung heuer beim nördlichsten Trachtenverein des Gaues in Neu-Ulm. Mit zwei Bussen reisten die rund 110 Delegierten zum Gasthof Schlössle. Dort wurden sie von Neu-Ulms Trachtenvorstand Andrea Werbach sowie vom Oberbürgermeister Gerold Noerenberg begrüßt. Dieser, selbst Vorstand der Stadtkapelle Neu-Ulm, betonte bei seinem Grußwort dass die Trachtenvereine als Kulturträger besonders wichtig seien.

In der Versammlung wurden die Termine für das laufende Jahr besprochen. Höhepunkte werden mit Sicherheit der 50te Gaujugendtag in Schongau und das 95. Lechgaufest in Peiting sein. Dort haben sich für den Festzug bereits 3500 Teilnehmer angemeldet, darunter 24 Musikkapellen, 8 Trommlerzüge sowie 14 Festwägen.

Auch die Satzung des Lechgaues wurde, nach Intensiver Bearbeitung, einstimmig geändert, um sie den Erfordernissen der heutigen Zeit anzupassen.

Eine besondere Ehre wurde  Anton Auer zuteil. Von 1985 bis 1987 war er Beisitzer im Gauausschuss von 1987 an bis heute bekleidet er das Amt des 2. Gauvorstands. Für diese langjährige Leistung wurde er von Gauvorstand Franz Multerer mit dem Gauehrenzeichen in Gold ausgezeichnet.

Auch für die Zukunft wurde in der Versammlung schon vorgesorgt, so stehen die Gaufestausrichter von 2019 bis 2022 schon fest. Schongau, Hohenfurch, Seestall und Epfach.

 

Frühjahrsvorplatterprob in Reichling

In Reichling trafen sich die Vorplattler und Dirndlvertreterinnen zu ihrer Frühjahrsprobe. Nachdem 1. Gaudirndlvertreterin Anna Knappich über das vergangene Halbjahr berichtete, blickte Gauvorplattler Florian Schamper auf das Trachtenjahr 2018. Schon Ende April wird in der Fuchstalhalle das Gaupreisplatteln stattfinden. Anfang Juni ist dann der „Bayerische Löwe“, die Landesmeisterschaft im Platteln, in Haldenwang. Ausrichter ist heuer der Gauverband Nordamerika. Und am 23. September darf der Lechgau bei der Oidn Wiesn auftreten, und wird live für den BR-Frühschoppen gesendet. Natürlich wurde die Zeit auch noch genutzt um gemeinsam zu platteln und zu drehen.

 

Jugendleiterschulung in Steingaden

Im Karl-Eberth-Haus in Steingaden trafen sich die Jugendleiter des Lechgaues zu einem Weiterbildungsseminar. Referent Andreas Huber, selbst Gaujugendleiter im Loisachgau, zeigte den Anwesenden welche Fördermöglichkeiten für Vereinsjugendarbeit bereitstehen, und auf welche Weise diese beantragt werden könnenie Teilnehmer konnten dann gleich selbst Hand am PC anlegen und Förderanträgen erstellen.

 

maskierter Jugendvolkstanz in Böbing

Über 150 Jugendliche aus den Lechgauvereinen trafen sich im Gasthof „Haslacher“ in Böbing, um gemeinsam Fasching zu feiern. Jeder Verein hatte sich ein Motto ausgedacht und so kamen Hexen, Bauarbeiter, Waldgeister, Rehe und Wilderer, Kühe und Schafe zum Jugendvolkstanz.

Nach dem gemeinsamen Auftanz spielte die Blaskapelle Böbing zum Tanz auf. Für Abwechslung sorgten der Hexentanz der Böbinger Jugend, die zu verschiedenen Melodien ihren Besen schwangen und die Einlage der Steingadener, die die Sendung „Bauer sucht Frau“ nachspielten, wobei am Schluss alle Kandidaten leer ausgingen.

Einen Überraschungsbesuch machte die Minigarde und das Prinzenpaar aus Hohenfurch, die durch ihren Gardemarsch und den Prinzenwalzer für sehr gute Stimmung sorgten.

Die Zuschauer nahmen die gelungenen Auftritte mit begeistertem Applaus auf und schwangen danach noch fleißig das Tanzbein, wobei die Musik nach dem offiziellen Teil noch die ein oder andere Zugabe für die jungen Tänzer spielte.

 
 

Vorständebesprechung

Ganz im Zeichen des 95. Lechgaufestes stand die Vorständebesprechung des Lechgaues. Die Vorstände der 19 Trachtenvereine trafen sich in Peiting, beim Ausrichter des diesjährigen Gaufestes. Peitings Vorstand Franz Thiel berichtete den Anwesenden über den Planungsstand, und gab einen Umriss über die drei Festtage.

So wird am Freitag, den 20. Juli mit einem Boarischen Tanz in der Festhalle  (Eisstadion) begonnen. Am Samstag findet nach einem Standkonzert  am Hauptplatz der Heimatabend in der Festhalle statt. Am Festsonntag schließlich findet ein Festgottesdienst am Hauptplatz statt, dort wird auch die neue Vereinsfahne des Trachtenvereins „Alpenrose“ geweiht. Nachmittags werden rund 3000 Mitwirkende beim großen Festzug durch Peiting mitmarschieren.

 Das Tachtenjahr 2018 hat aber noch mehr Veranstaltungen zu bieten.  In Schongau wird am 24. Juni der 50. Gaujugendtag begangen, und am 30. September findet in Epfach ein Tag der Volksmusik statt. Einen Überblick über alle Lechgauveranstaltungen gibt es auf der Internetseite www.lechgau.de