Trachtler-Nachwuchs zeigt sein Können
500 Gäste beim 55. Gaujugendtag in der Schloßberghalle
Lechgau/Peiting Die Sonne strahlt, es ist heiß und fast alle gehen ins Schwimmbad. Nicht so die Kinder und Jugendlichen des Lechgaus. Die hatten etwas Besseres vor: Sie trafen sich zum 55. Gaujugendtag in der Peitinger Schloßberghalle.
Rund 500 Kinder, Jugendliche, Jugendleiter, Eltern und Großeltern füllten die Schloßberghalle bis auf den letzten Platz. Denn dieser Tag ist jedes Jahr ein Höhepunkt für den Trachtler-Nachwuchs. Wochenlang werden die verschiedenen Volkstänze und Plattler geprobt, damit man zeigen kann, wie gut man ist. Und das waren sie alle. 17 Jugendplattlergruppen aus den 18 dem Lechgau angeschlossenen Vereine waren dabei. Es wurde geratscht, gespielt und natürlich getanzt. Und es wurde gelobt. Als Erstes vom Jugendleiter des Lechgaus, Ludwig Rambach, der seine Begrüßung witzig in Reimform hielt, und sich freute, dass so viele Kinder gekommen waren. Auch Franz Multerer, Vorstand des Lechgaus, zeigte sich stolz auf den Nachwuchs seines Verbands. Denn nicht nur beim diesjährigen Gaujugendtag war die Teilnahme außerordentlich. Auch beim Landesjugendtrachtenfest vergangenen Monat in Pfaffenhofen an der Ilm waren die Kinder und Jugendlichen des Lechgaus stark vertreten. „Wir sind mit 18 Vereinen einer der kleinsten Gaue, aber wir hatten die meisten Kinder beim Landesjugendfest dabei“, verkündete er.
Dem Lechgau muss um den Nachwuchs also nicht bange sein. Ein kleines „Problem“ resultiert allerdings aus der großen Zahl der Kinder und Jugendlichen: Es wird immer schwieriger einen Ausrichter für den Gaujugendtag zu finden, der über eine Örtlichkeit verfügt, die groß genug ist, dass alle Platz finden. Heuer ist der Trachtenverein Alpenrose Peiting kurzfristig eingesprungen und hat den so wichtigen Tag für die jungen Trachtler ausgerichtet. „Wir hoffen sehr, dass wir auch nächstes Jahr einen Ausrichter finden“, appellierte Rambach an die versammelte Schar. Den Nachwuchs würde es freuen.