Jugendpreisplattln in Peiting

Wenn Jugendleiter, Eltern, Großeltern und fast 200 Kinder um die Wette strahlen, dann ist wieder Jugend-Preisplatteln. Heuer trafen sich die jüngsten Plattler und Dreherinnen der Trachtenvereine des Lechgaus in der Schloßberghalle in Peiting, um vor den gestrengen Augen der Wertungsrichter zu zeigen, was sie gelernt haben.
Ab neun Uhr in der Früh wuselte es in der Halle. Haare wurden geflochten, Strümpfe festgemacht, die ersten plattelten sich schon warm. Denn schon bald galt es: Ist meine Tracht sauber beinander? Bin ich im Takt? Funktioniert das Ausdrehen? Die 183 jungen Einzelteilnehmer mussten sich in zwei Kreisen von insgesamt acht Preisrichtern unter anderem nach diesen Richtlinien bewerten lassen. Und diese sahen wirklich ganz genau hin. Eine Mammutaufgabe bei so vielen kleinen, ehrgeizigen Trachtlern. „Ich möchte mich herzlich bei unseren Preisrichtern bedanken, ihr habt das super gemacht“, lobte Gau-Vorplattler Florian Schamper die hervorragende Leistung der Wertungsrichter. Denn diese waren zwar streng, aber sehr fair.
Nach sechs Stunden war dann bei allen die erste Aufregung verschwunden, die Einzel- und Gruppenwertungen waren vorbei, es stand die Preisverleihung an. Und da wurde es wieder richtig spannend, denn die Plätze waren oft nur durch ein einzelnes Fehlerpünktchen getrennt, manchmal musste sogar die niedrigere Losnummer entscheiden. Doch Ärger kam deswegen bei den Kindern nicht auf. Vielmehr freuten sie sich über die tollen Preise, die die Ausrichter vom Trachtenverein Alpenrose Peiting bereitgestellt hatten. Und bestimmt folgte noch die eine oder andere Preisplattel-Party zurück in der Heimat. Die Kinder hatten es sich allemal verdient.

 
 

Herbstgauversammlung

Eine ereignis- und arbeitsreiche Sommer-Saison liegt hinter den Trachtlern des Lechgaus. Einen Rückblick und auch einen Ausblick auf die anstehenden Veranstaltungen gab es bei der diesjährigen Herbst-Gauversammlung in Rott.
Über 100 Delegierte aus den 19 Trachtenvereinen des Lechgaus waren ins Pfarrheim in Rott gekommen und lauschten interessiert den Berichten der einzelnen Sachgebietsleiter. So erfuhren sie beispielsweise, dass beim Plattler-Weltrekord in Antdorf auch 147 Burschen aus zwölf Vereinen des Lechgaus mit dabei waren. „Und unser Leistungsstand ist richtig gut“, wusste Gau-Vorplattler Florian Schamper, denn: „Beim Preisplatteln der Aktiven in Peiting waren die auswertigen Preisrichter voll des Lobes.“ Auch für den Heimatabend beim diesjährigen Gaufest in Schongau habe er sehr viel Zuspruch erfahren: „Wenn ein anderer Gauvorplattler zu mir kommt und sagt, dass er froh wäre, solch einen bärigen Heimatabend ausrichten zu können, erfüllt einen das schon mit Stolz.“
Stolz können auch die Brauchtums- und Mundartwarte der Gaue im Bayerischen Trachtenverband sein. In fünf Jahren haben sie Abzählreime und ganz einfache Spiele „aus vergangenen Zeiten“ gesammelt und nun im Buch „Lustige Kinderspiele neu entdeckt“ veröffentlicht. „Das ist eine wunderbare Sache für alle Jugendleiter, aber auch für Eltern, Lehrer und Erzieher“, rührte Josef Fiederer, Brauchtumswart des Lechgaus, die Werbetrommel für das Buch, das im Buchhandel oder beim Bayerischen Trachtenverband erworben werden kann. Auf 100 Seiten werden Spiele wie „Eierrollen“, „Mama, darf ich reisen gehen?“ oder „Verliebt, verlobt, verheiratet“ erklärt. Ein Traum nicht nur für alle Eltern, die gerade einen Kindergeburtstag planen müssen.
Über die zahlreichen Veranstaltungen und Treffen im kommenden Jahr informierte Gauvorstand Franz Multerer. „Es ist schön, dass unsere Vereine und auch der Gauausschuss so engagiert sind“, lobte er. „Da freue ich mich schon auf das nächste Jahr.“

 

Besprechung der Volksmusikwarte im Lechgau

Kinder und Jugendliche für die bayerische Tradition zu begeistern: Das ist eine der Hauptaufgaben der Trachtenvereine des Lechgaus. Bei den Plattlergruppen funktioniert das seit vielen Jahren hervorragend. Doch das ist nur eine Säule des gelebten Brauchtums. Die Volksmusik zählt ebenso dazu. Und hier gibt es durchaus Luft nach oben.

Bei der diesjährigen Besprechung der Volksmusikwarte des Lechgaus in Epfach wurde dieses Problem angesprochen. „Bei den Bläsern haben wir keine Nachwuchssorgen“, fassten Brigitte Strunz und Marianne Baab, Volksmusikwartinnen des Lechgaus, zusammen. Doch: „In vielen Vereinen gibt es keine Kinder mehr, die ein klassisches Volksmusikinstrument wie Harfe, Zither oder Hackbrett spielen.“ Wie hier künftig die Nachwuchsgewinnung aussehen könnte, das haben die Verantwortlichen der jeweiligen Vereine als „Hausaufgabe“ aus der Besprechung mitbekommen.

Dass diese Aufgabe nicht unmöglich zu lösen ist, zeigt ein positiver Trend beim Gesang: In fünf Vereinen gibt es mittlerweile Singkinder, die mit Begeisterung bayerisches Liedgut lernen. Eine schöne Bereicherung für die Veranstaltungen der jeweiligen Vereine.

Auch auf Gau-Ebene gibt es wunderbare Volksmusik-Veranstaltungen, die den Kindern und Jugendlichen zeigen, wo der Weg hinführen könnte. Die nächste ist das Adventsingen in Rottenbuch am 8. Dezember. „Nehmt eure Kinder mit zu diesen musikalischen Treffen, damit sie ein Gespür für echte Volksmusik bekommen“, ermutigt Brigitte Strunz. Damit auch die traditionelle Volksmusik fest auf allen Säulen steht.

 
 

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