Gauwallfahrt auf den Hohen Peißenberg

Rund 300 Trachtler aus dem Lechgau fanden sich trotz des unbeständigen und nebligen Wetters in Hohenpeißenberg ein, um bei der jährlichen Gauwallfahrt zur Muttergottes auf den Bayerischen Rigi zu pilgern. Vor der Wallfahrtskirche wurden sie von der Musikkapelle Reichling musikalisch begrüßt und das letzte Stück bis in die Wallfahrtskirche begleitet.

Dort feierte Pfarrer Dr. Robert Kröpfl zusammen mit Diakon Hans Steinhilber den Wallfahrtsgottedienst, der heuer vom  Trachtenverein „Wurzbergler“ Reichling mitgestaltet wurde. Anschließend gedachte Gauvorstand Franz Multerer den gefallenen und vermissten Trachtenkameraden, am Ehrenmal wurde von einem Trachtenpaar ein Kranz niedergelegt.

Auch die Gaustandarte wurde weitergereicht, das nächste Jahr wird sie der Trachtenverein „Illachtaler“ Rottenbuch  tragen, und mit ihr den Lechgau in der Öffentlichkeit vertreten.

 

95. Lechgaufest in Peiting

Gerade noch rechtzeitig hörte es am Sonntagnachmittag zum Regnen auf, so dass der Höhepunkt des 95. Lechgaufestes, der Festzug, stattfinden konnte. So zogen rund 40 Trachtenvereine zusammen mit ihren Musikkapellen, Trommlerzügen und Festwägen durch Peiting. Auch zahlreiche Zuschauer trotzten dem Wetter und säumten die Zugstrecke. Anschließend zeigten die angereisten Vereine in der Festhalle und auf der Freibühne ihre Ehrentänze, dann spielte die Lechgaukapelle zum Tanz und zur Unterhaltung auf. Der Festausklang wurde von der Stadtkapelle Schongau gestaltet

Schon zum Gottesdienst, der witterungsbedingt in der Festhalle stattfand, fanden sich über 1000 Besucher, und füllten die Reihen. Die musikalische Umrahmung übernamen die Trachtenkapelle und er Mänerchor.  Im Rahmen der Messfeier wurde auch die neue Fahne des Peitinger Trachtenvereins von den beiden Pfarrern Dr. Robert Kröpfl und Martin Kirchbichler gesegnet, und natürlich anschließend beim Festzug gleich mitgetragen. Als Patenverein stellten sich, wie auch schon bei der letzten Fahnenweihe, der Trachtenverein „Boarisch Rigi“ Hohenpeißenberg zur Verfügung. Zum anschließenden Mittagessen spielte die Musikkapelle Rottenbuch auf.

Am Samstagabend wurde das Standkonzert mit der Trachtenkapelle, dem Trommlerzug und dem Jodlerclub aus Glarus  kurzerhand vom Hauptplatz in die Eishalle verlegt, anschließend fand der Gauheimatabend statt. Die Plattlergruppen der Lechgauvereine zeigten auf der Bühne ihr Können, und zeigten verschiedene Plattler und Tänze. Höhepunkt des Abends war aber sicherlich der Gemeinschaftsauftritt des Festvereins „Alpenrose“ Peiting.  Die Trachtenkapelle, die Plattlergruppe, der Männerchor und die Goaßlschnalzer zeigten in einem eigens zusammengestellten Potpourri  ihr Können. Im Rahmen des Abends wurden auch noch zwei  Trachtler mit dem Ehrenzeichen der bayerischen Trachtenjugend in Gold ausgezeichnet. Franz Multerer und Norbert Schelle erhielten die Ehrung für ihr jahrelanges Engagement für die Jugend- und Nachwuchsarbeit.

Auch zur Auftaktveranstaltung am Freitag, dem boarischen Tanzabend war die Halle schon gut gefüllt. Zu den Klängen der  Göllwurzn Musi und den Weißngroanern fanden sich zahlreiche Tänzer und Zuhörer ein. Die größte Besuchergruppe stellte der trachtenverein aus Hohenpeißenberg, und erhielt die 50 Liter Bier, die als Preis ausgezeichnet waren.

Abschließend kann man sagen das die drei Festtage ein rundrum gelungenes Gaufest waren.

 

50. Gaujugendtag in Schongau

Da ging einem das Herz auf: Über 600 Kinder und Jugendliche aus den Trachtenvereinen des Lechgaus hatten sich fesch herausgeputzt und feierten zusammen den 50. Gaujugendtag in Schongau. Und das im Jubiläumsjahr wie die Großen.

Schon beim feierlichen Gottesdienst in der Kirche Mariae Himmelfahrt war kein Platz mehr frei. Eingerahmt von den Fahnenabordnungen bot sich Stadtpfarrer Norbert Marxer und Diakon Hans Steinhilber ein wunderbares Bild, als sie die Messe zelebrierten. „Ich möchte ein herzliches Vergelt´s Gott an alle sagen, die sich seit nunmehr 50 Jahren engagieren und unseren Kindern Tradition, Werte und Glauben vermitteln“, hob Steinhilber in seiner Ansprache hervor, selbst ein Vollblut-Trachtler. Dass Brauchtum und Kirche unzertrennlich zusammengehören, zeigte sich auch daran, dass alle Ministranten in Tracht erschienen waren, die wunderbare musikalische Gestaltung von jungen Trachtlern übernommen wurde, sowie Lesung und Fürbitten.

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst wurde es eng rund um den Marienplatz, denn dort stellten sich alle zum Festzug auf. Hinter jeder Fahnenabordnung marschierten die Kinder und Jugendlichen sauber in Reih und Glied und im Gleichschritt bis zur Eishalle, unterstützt von zwei Musikkapellen (aus Schongau und Rott) und zwei Trommlerzügen (Rottenbuch und Peiting).

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es gleich weiter im Programm. Frisch gestärkt mit Braten und Leberkässemmeln, zeigten die Jugendgruppen die unterschiedlichsten Plattler und Volkstänze – vom Kikeriki, der Kreuzpolka, dem Dätscher bis hin zum Radtanz und dem Schnacklwalzer wurde alles geboten, was das Trachtlerherz höher schlagen lässt. Kein Wunder, dass alle Festredner sich vor Lob überschlugen. Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman betonte, dass die gesamte Trachtenbewegung nicht aus dem kulturellen Leben wegzudenken sei, und Landrätin Andrea Jochner-Weiß hob lobend die Werte hervor, die in den Trachtenvereinen vermittelt werden: „Pünktlichkeit, Disziplin und vor allem die Freude an Gemeinschaft und Tradition.“ Angesichts des imposanten Bilds, das sich Max Bertl, dem Vorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbands, in der mit gut 1000 Gästen besetzten Eishalle bot, stellte er fest: „Mir ist nicht bange um die Trachtenbewegung in Bayern, vor allem nicht im Lechgau. Denn wer die Jugend hat, der hat die Zukunft.“ Und dass jeder Euro, der entweder von Eltern oder staatlichen Institutionen in diese Bewegung fließt, gewinnbringend angelegt ist, erläuterte Gauvorstand Franz Multerer: „Die gesamte Gesellschaft bekommt etwas zurück – nämlich engagierte, wertvolle junge Menschen, die sie bereichern!“ Und die sich nicht scheuen, ein so großes Fest auszurichten. Wie die Mitglieder des Trachtenvereins Schloßbergler Schongau, die vom Aufbau bis zur Bewirtung alle zusammen halfen, um dem 50. Jubiläum den würdigen Rahmen zu verleihen.

Wer bis jetzt noch nicht hundertprozentig verstanden hatte, was das viel zitierte Feuer ist, dass den Trachtlern innewohnt, und das sie weitertragen: Nach diesem 50. Gaujugendtag weiß es jeder!

 

Ehrennadel der Bayerischen Trachtenjugend für Jürgen Gistl

Seit 25 Jahren ist Jürgen Gistl (Mitte) bei seinem Verein Schwalbenstoaner Hohenfurch eine feste Größe, ob als Vorplattler, zweiter Vorstand oder seit 2002 als Jugendleiter. Für diese langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde er jetzt mit der goldenen Ehrennadel der Bayerischen Trachtenjugend geehrt. „Du bist immer da, wenn man dich braucht, und dein Engagement für den Verein und da vor allem die Jugend ist vorbildlich“, lobte Peter Huber (re.), Beisitzer des Landesjugendvorstands, den sympathischen Hohenfrucher. Zusammen mit Gaujugendwart Georg Multerer überreichte er Gistl die Ehrennadel und eine Urkunde beim 50. Gaujugendtag in Schongau, unter dem großen Applaus aller Gäste in der voll besetzten Eishalle.

 
 

Weitere Berichte zu den Lechgauveranstaltungen.....

... Sie suchen einen Beitrag und können ihn auf der Startseite nicht mehr finden?

Auf der Startseite finden sie die aktuellsten Berichte der Lechgauveranstaltungen. Sollten sie einen Bericht zu einer bestimmten oder schon länger vergangenen Veranstaltung suchen einfach unter der Rubrik Presse oder dem jeweiligen Sachgebiet nachschauen. Hier stellen wir alle Berichterstattungen des aktuellen und vergangenen Jahres zum Nachlesen bereit.