90. Lechgaufest in Hofstetten

Der Trachtenverein "Windachtaler" Hofstetten richtet das 90. Lechgaufest aus und feiert zugleich seinen 90. Geburtstag. Lesen Sie mehr zum Festprogramm oder zur Geschichte des Vereins hier
Gausingen mit überraschender Ehrung
Über 200 Zuschauer und Mitwirkende fanden sich in der Schlossberghalle in Peiting zum Lechgausingen und –musizieren ein und erlebten einen unterhaltsamen Abend. Dreizehn verschiedene Volksmusik- und Gesangsgruppen zeigten ein breit gefächertes Repertoire echter bayerischer Volksmusik.
Nachdem der Männerchor aus Peiting den Abend stimmgewaltig eröffnete, wurde dessen Chorleiter Alfred Haslauer von Peitings Trachtenvorstand Franz Thiel zum Ehrenmitglied ernannt. Schon seit 36 Jahren leitet er den Männerchor und ist auch Gründungsmitglied der Peitinger Sänger, hat sich also beispielhaft für Volksmusik und Gesang eingesetzt. Grund genug für die Vorstandschaft des Trachtenvereins „Alpenrose“, ihn zum Ehrenmitglied des Vereins zu ernennen.
Mit den Epfacher Bläsern und der Böbinger Zithermusik ging es weiter im Programm, darauf folgte das Wertachtaler Glockenspiel aus Kaufbeuren. Der "Kuchaklang" aus Hohenfurch machte das Publikum mit der Polka namens „Leberkäs“ darauf aufmerksam, in der darauf folgenden Pause mal auf die Speisekarte zu schauen.
Nach dem Schongauer Männerchor, dem Zwoagsang aus Westendorf und der Steingadener Saitenmusik begrüßte auch Gauvorstand Florian Echtler alle Musikanten, Sänger und Zuhörer.
Danach traten das Peitinger Harfenduo, die Peitinger Sänger und der Böbinger Männerchor auf. Gefolgt von den Rottenbucher Bläsern und dem Bickenrieder Zwoagsang aus Kaufbeuren, die mit ihrer unterhaltsamen Art aufzutreten noch einige Lacher vom Publikum ernteten. Nachdem Gauvolksmusikwart Michael Fleschhut den offiziellen Teil beendete und einen guten Nachhauseweg wünschte, war aber noch lange nicht Schluss. Bis in die Nacht hinein musizierten und sangen die verschiedenen Gruppen weiter, so das sich das Länger-sitzen-bleiben auch musikalisch noch lohnte.
Stephan Schütz, Gaupressewart
Steingaden wieder siegreich beim Wertungsplatteln

Die Gruppe des "Almfrieden" Steingaden erhielt wieder den Walderpokal des ersten Gruppensiegers.

Nur zwei Fehlerpunkte mehr hatten die Plattler der gastgebenden "Illachtaler" Rottenbuch.
Die Plattler des "Almfrieden" Steingaden konnten wieder den Wanderpokal für den ersten Gruppensieger beim Lechgau-Wertungsplatteln gewinnen. Doch diesmal war es denkbar knapp, nur zwei Fehlerpunkte mehr hatte die Gruppe des gastgebenden Trachtenvereins Rottenbuch. Aufgeteilt in vier Altersklassen nahmen in der Gemeindehalle insgesamt 161 Einzelstarter teil und es gingen 22 Gruppen an den Start.
Den ganzen Tag über wurde den Wertungsrichtern Rupert Fischer, Markus Wühr, Veronika Bußjäger, Thomas Greisl, Ludwig Zehentbauer und Michael Killer ein starkes Leistungsfeld der Plattler und Dreherinnen im Lechgau gezeigt.
Regina Ressle aus Schongau gewann in der Klasse 18 bis 24 Jahre den ersten Platz im Dirndldrehen vor Anna Knappich, Hohenpeißenberg und Rita Bader, Peiting. Bei den jüngeren Plattlern setzte sich Franz Multerer, Peiting vor Tobias Linder, Hohenfurch und Thomas Eiler, Rottenbuch durch.
In der Klasse 25 bis 39 Jahren war Hedwig Probst aus Hofstetten die beste Dreherin und verwies Anni Ressle, Schongau und Sabine Schleich, Rottenbuch auf die Plätze zwei und drei. Bester Plattler in der Altersklasse zwei wurde Martin Probst, Hofstetten vor Johannes Linder, Hohenfurch und Florian Sanktjohanser, Hofstetten.
In der Klasse bis 50 Jahre gewannen Brigitte Kaindl, Hofstetten und Toni Nöß aus Steingaden. In der Klasse ab 51 Jahren konnte sich Willi Echter aus Hofstetten vor die immerhin noch drei weiteren Ehrenklassenteilnehmer setzen.
Nach dem Preisplatteln spielte die Musikkapelle Rottenbuch, so dass die Teilnehmer nach einem anstrengenden Wettkampftag den Abend noch mit dem ein oder anderen Tanz ausklingen ließen.
"Lehrer Vogl Medaille" für Ludwig Widmann

Ludwig Widmann (dritter von rechts) mit den Gratulanten (von links) Franz Thiel, Florian Echtler und Max Bertl.

Zur Umrahmung der Feier spielte die Unteregger Stubenmusi.
Eine große Ehre wurde Ludwig Widmann, Ehrenmitglied des bayerischen Trachtenverbandes, bei seinem 85. Geburtstag zuteil. Für seine großartigen Verdienste um die Trachtensache erhielt er die „Lehrer Vogl Medaille“ in Gold aus den Händen von Max Bertl, Vorsitzender des bayerischen Trachtenverbandes.
Bei einer Feierstunde im Gasthaus Dragoner würdigten Peitings Trachtenvorstand Franz Thiel, Lechgauvorstand Florian Echtler und Landesvorstand Max Bertl sein umfangreiches Lebenswerk. Zahlreiche Aufgaben und Ämter hatte Widmann inne. Als Vorplattler und Schriftführer war er im Peitinger Verein tätig, im Lechgau als Kassier und Gauvorstand sowie im bayerischen Trachtenverband als Schriftführer. Für seinen unermüdlichen Einsatz erhielt er schon zahlreiche Ehrungen, bis hin zum Bundesverdienstkreuz. Die jetzt verliehene „Lehrer Vogl Medaille“ ist aber eine ganz besondere Ehrung. Der Name der Auszeichnung ist nach dem Gründer der bayerischen Trachtenbewegung Josef Vogl benannt und wird äußerst selten vergeben. Ludwig Widmann ist erst der zweite Trachtler, der sich über diese Medaille freuen darf.
Bei einer gemeinsamen Brotzeit ließen der Jubilar und die anwesenden Gäste den Abend gemütlich ausklingen, unter der hervorragenden musikalischen Umrahmung durch die Unteregger Stubenmusi.
Stephan Schütz, Gaupressewart


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