Gausingen in der Schloßberghalle Peiting

 

Einen Volksmusikabend der besonderen Art durften rund 300 Mitwirkende und Zuschauer in der Schloßberghalle Peiting erleben. Beim Gausingen- und musizieren des Lechgaues traten drei Männerchöre, acht Volksmusikgruppen sowie die Mundartsprecherin Maria Schweiger auf. Musikalisch begrüßt wurden die Zuhörer von der Eckbichlmusi aus Peiting, dem  Böbinger Männerchor und dem Schongauer Bläserquartett. Anschließend spielten die Ruahbachmusi aus Böbing und  das Volksmusikensemble Burggen. Außerdem trat der Männerchor aus Peiting auf. Auch die Kanapee Musi, vier junge Musikanten aus Böbing, Hohenpeißenberg und Rottenbuch, das Peitinger Flügelhornduo, das Gitarrenrtio Hohenfurch, sowie die Peitinger Sänger und der Schongauer Männerchor zeigten ihr Bestes. Auch Gauvorstand Franz Multerer zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem gelungenen Volksmusikabend, drückte aber bei seinem Grußwort auch sein Bedauern darüber aus, dass in Zukunft auf Bayern 1 keine Volksmusik mehr gesendet wird.

Höhepunkt des Abends war aber sicherlich ein gemeinsamer Auftritt der drei Männerchöre. Die circa 100  Sänger gaben die beiden Lieder „Heimat“ und „Hui auf“ zum Besten; dirigieren durfte diese musikalische Darbietung Alfred Haslauer aus Peiting, der an diesem Abend nach 39 Jahren sein Dirigentenamt an Markus Jocher übergab, der in Zukunft den Peitinger Männerchor leiten wird. Als Dankeschön für die 39 Jahre Arbeit bekam Alfred Haslauer zusammen mit seiner Frau Anselma eine Reise zu den Salzburger Festspielen spendier

 

Wertungsplatteln der Aktiven in Kaufbeuren

„Das Wertungsplatteln ist wichtig, damit die Plattlergruppen ein Ziel haben und man sieht auch, dass ihr fließig geprobt habt“ zollte Gauvorstand Franz Multerer den vielen jungen Trachtlern ein großes Lob."Der sichtbar gute Leistungsstand der Dreherinnen und Plattler ist das Resultat von guter Vereins- und Probenarbeit" lobte er die Vorplattler und Dirndlvertreterinnen der Lechgauvereine.

Der Trachtenverein Kaufbeuren war Gastgeber des diesjährigen Lechgau-Wertungsplattelns der Aktiven. Da im Jahr 2015 das Lechgaufest ausgefallen war, übernahm in diesen Jahr stellvertretend der Lechgauverband die Unkosten des Wertungsplatteln.

Der Tag begann in der Kaufbeurer Stadthalle bereits morgens um 8.45 Uhr mit der Verlosung. Anhand dieser Startnummern traten zunächst 71 Dirndl und 77 Buam als Einzelpaar auf die Bühne, um einen schneidigen Plattler zu absolvieren. Die Musikanten Andrea Nöß und Stefan Linder musste dafür über einhundert mal die Plattlermelodien spielen und auch die Preisrichter Franz Kriesmair, Franz Veitinger, Anton Auer, Karl Geiger, Matthias Hinterbrandner, Jürgen Heberle, Matthias Strauß und Franz Multerer hatten ihre liebe Not, aus den vielen fehlerfreien Darbietungen die besten auszufiltern.

 

Mit großer Spannung wurde natürlich das Gruppenplatteln erwartet. Von den 19 teilnehmenden Gruppen setzte sich Steingaden I klar vor Peiting I und Hofstetten I. Somit durften Steingaden und Peiting die beiden Wanderpokale mit nach Hause nehmen. Die beiden Gruppen werden beim diesjährigen bayerischen Löwen der im Rahmen des Lechgautrachtenfestes in Steingaden stattfindet unseren Gau vertreten.

 

Ein großer Dank gilt dem Trachtenverein Wertachtaler Kaufbeuren für Übernahme und Durchführung des diesjährigen Wertungsplatteln der Aktiven.

Christiane Resch, Internetbeauftragte

 

Gauvorstand Franz Multerer bei seiner Ansprache

die gut gefüllte Stadthalle verfolgt gespannt den Wettstreit

 

die amtierende Gaugruppe 2016

die Siegergruppe "Almfrieden" Steingaden I

 

Frühjahrsgauversammlung in Hohenfurch

von links oben : Franz Multerer, Xaver Fischer, Georg Fischer, Tobias Lutz, Anton Auer; Michael Fleschhut, Rosi Geiger, Hedwig Dietmair und Peter Rambach

Bei der Gaufrühjahrsversammlung in Hohenfurch konnte Gauvorstand Franz Multerer 118 Delegierte im Gasthof Negele begrüßen. Unter ihnen auch Gauehrenschriftführer Sepp Strauß, Gaueherenvorplattler Michael Fleschhut, von der bayerischen Trachtenjugend Peter Huber, sowie Hohenfurchs Bürgermeister Guntram Vogelsgsang, der in einem kurzen Grußwort die Gemeinde vorstellte.

Nach dem Halbjahresbericht des Gauschriftführers Andreas Bemsel wurden noch einige Wahlergebnisse bestätigt und ein Sachausschuss besetzt. Georg Multerer und Birgit Wiedemann wurden von der Versammlung als Gaujugendleiter bestätigt; Brigitte Strunz und Marianne Baab als Volksmusikwarte. Für das Sachgebiet Brauchtum, Mundart und Laienspiel konnte Josef Fiederer für weitere drei Jahre gewonnen werden.

Anschließend konnte Gauvorstand Multerer sechs Trachtler für ihre Verdienste ehren:

Rosi Geiger aus Apfeldorf, die schon 2010 das Gauehrenzeichen in Gold führ ihre 20jährige Pressearbeit bekam, wurde mit einer Dankurkunde für ihre anschließende sechsjährige Arbeit als Internetbeauftragte, wobei sie die Gauseite komplett neu aufbaute, ausgezeichnet.      Tobias Lutz aus Steingaden bekam für seine dreijährige Tätigkeit als zweiter Gauvorplattler den Gaukrug überreicht.                                                                                                        Xaver Fischer aus Böbing war drei Jahre zweiter Vorstand, 15 Jahre Schriftführer, sechs Jahre Pressewart sowie ein Jahr lang kommissarischer Gauschriftführer, für diese jahrelange ehrenamtliche Arbeit wurde er mit dem Gauehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.        Ebenfalls ausgezeichnet mit dem Gauehrenzeichen in Silber wurde Hedwig Dietmair aus Hofstetten. Sie war fünfzehn Jahre lang Gaudirndlvertreterin, und ist derzeit Volksmusikwartin und Dirndlvertreterin in Hofstetten.                                                    Michael Fleschhut, Westendorf,  und Peter Rambach, Seestall wurde das Gauehrenzeichen in Gold verliehen, sie sind somit Ehrenmitglieder im Lechgau. Michael Fleschhut war insgesamt 33 Jahre im Gauausschuss, davon 18 Jahre Gauvorplattler, 9 Jahre Gaubeisitzer und 6 Jahre Gaumusikwart. Peter Rambach war 24 Jahre als Revisor im Gauausschuss, und davon noch gleichzeitig 9 Jahre mit im Sachgebiet Laienspiel tätig.

Nach den Ehrungen des Lechgaues durfte Peter Huber, Beisitzer der bayerischen Trachtenjugend auch noch einen verdienten Jugendleiter mit dem silbernen Ehrenzeichen der bayerischen Trachtenjugend auszeichnen. Georg Fischer aus Böbing erhielt diese besondere Ehrung für seine12jährige Arbeit als Jugendleiter.

Auch für das Jahr 2020 fand sich bei dieser Versammlung schon ein Bewerber für das Gautrachtenfest, der Trachtenverein  „Schwalbenstoaner“ Hohenfurch wurde einstimmig als Ausrichter gewählt.                                                                                                                    Für das heurige Gaufest in Steingaden sind auch schon alle Weichen gestellt, für den Festzug haben sich schon 45 Trachtenvereine, zum Teil sogar aus Nordamerika gemeldet. Außerdem sind 25 Musikkapellen, 16 Festwägen sowie 4 Ehrenkutschen dabei. Somit werden knapp 4000 teilnehmende Personen erwartet.

 

Vorplattler und Jugendleiter proben gemeinsam

Vorplattler, Dirndlvertreterinne und Jugendleiter im Boarische Gwand

gemeinsamer Plattler

Wertungsplatteln, Gaujugendtag, Lechgaufest, Bayerischer Löwe, Oide Wiesn oder Jugendbildungsmaßnahme - die Plattler- und Jugendgruppen aus dem Lechgau haben im bevorstehenden Festsommer einiges vor. Um die Details festzulegen, trafen sich erstmals alle Vorplattler, Dirndlvertreterinnen und Jugendleiter aus den Vereinen zu einer gemeinsamen Besprechung im Gasthaus Neuwirt in Birkland.

Gastgeber war der Trachtenverein Apfeldorf, dessen aktive Gruppe mit einem schneidigen Schuhplattler den Anfang machte. „Bei sämtlichen Förderanträgen zählt Jugend bis 26 Jahre und wenn ich hier in die Runde schaue, gehört ein Großteil dazu“ freute sich Gaujugendleiter Georg Multerer über die vielen jungen Trachtler, die in den Vereinen schon Funktionen übernommen haben.

Gauvorplattler Florian Schamper sprach die Termine des bevorstehenden Trachtensommers an. Das Wertungsplatteln der Aktiven wird am 17. April vom Trachtenverein Kaufbeuren ausgerichtet. Da es im letzten Jahr kein Gaufest gab, wird beim Wertungsplatteln auf Einzelpreise verzichtet, Gruppenpreise stellt der Kaufbeurer Verein. „Ich hoffe auf eine gute Teilnahme - auch ohne Preise“ forderte Florian Schamper seine Schuhplattler und Dreherinnen auf. Zum 93. Lechgau-Trachtenfest vom 15. bis 17. Juli in Steingaden gab Vorplattler Leonhard Schmölz einen Überblick. „Für den Heimatabend haben wir uns ein paar andere Plattler überlegt“ fragte Schmölz jeden einzelnen Verein ab, ob sie auch einen „Ammerseer“, einen „Laden zua“ oder einen „Gamssprung“ platteln möchten. Im Festzelt von Steingaden richtet der Lechgau am darauf folgenden Samstag, 23. Juli den „Bayerischen Löwen“ aus, wofür der Gauvorplattler um rege Mitarbeit warb. Einige Plattlergruppen aus dem Lechgau werden auch wieder einen Nachmittag auf der „Oiden Wiesn“ gestalten, heuer sogar am Feiertag, 3. Oktober.

Bei der Jugend zählen der Gaujugendtag am Sonntag, 29. Mai in Rott, die Jugendbildungsmaßnahme vom 28. August bis 2. September in Steingaden/Langau und das Jugendwertungsplatteln am Sonntag, 23. Oktober in Fuchstal zu den Höhepunkten. Das Sachgebiet hat schon zwei mal junge Trachtler zu qualifizierten Jugendleitern ausgebildet und so warb der Gaujugendleiter Georg Multerer dafür, nun auch die „Juleica“ (Jugendleiter-Card) zu beantragen, um an staatliche Förderungen zu gelangen. Ergänzend dazu wird im nächsten Jahr ein Erste-Hilfe-Kurs angeboten.

Zum Abschluss lüfteten die sechs Gauvertreter das Geheimnis, warum ausgerechnet sie nicht in Tracht, sondern in einem boarischen Gwand erschienen sind. „Wir alle sind Vorbilder, so wie wir das vorleben, so machen es die Jungen nach“ rief Georg Multerer dazu auf, sich nicht nur im Trachtenverein entsprechend zu kleiden, sondern auch im Alltag ein boarisches Gwand zu tragen. Als Beispiele dafür hatten die Gauvertreter fesche Dirndl, gestrickte Janker und jagerische Hüte an.

 

Gaujugendsingen im Helgoland

Die StreWeSchie-Musik aus Hofstetten

Die jungen Blechbläser aus Epfach

Die jungen Schloßbergler eröffneten das Gaujugendsingen im Trachtenheim Helgoland musikalisch, anschließend konnte Schongaus Trachtenvorstand Markus Wölfle rund 40 Sänger und Musikanten sowie über 80 Zuhörer begrüßen. Frisch geschult vom Volksmusikseminar im Stillerhof (Wessobrunn), stellten die jungen Trachtler zusammen mit den Gauvolksmusikwarten Brigitte Strunz und Marianne Baab ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine, und unterhielten das interessierte Publikum rund zwei Stunden lang. Auch sämtliche Instrumente hatten die Jungmusiker dabei. Von klassischen Stubenmusikbesetzungen mit Hackbrett, Harfe, Zither und Gitarre, über Flöten und Diatonischer bis zum Blechbläserensemble war so ziemlich alles vertreten. Auch das Publikum kam nicht zu kurz, am Ende des kurzweiligen Programmes waren beim gemeinsamen Singen alle gefragt. Dass gemeinsames Musizieren großen Spaß macht, zeigten die jungen Musikanten nach dem offiziellen Programm. Ganz ungezwungen musizierten sie in verschiedensten Formationen weiter, einfach nur aus Freude zur Musik.

 

Volksmusikseminar im Stillerhof


Rund 35 Jugendliche aus dem Lechgau durften ein Probenwochenende für Volksmusik im Stillerhof/Wessobrunn verbringen. Isabella Nehrenheim und Marianne Wunderer, sowie 12 weitere Betreuer lernten den begeisterten Jungmusikanten neue Musikstücke. Vertreten waren  Akkordeonspieler, Stubenmusikensembles und sogar eine ganze Bläsergruppe. Sie alle spielten am Samstagabend gleich bei einem gemeinsamen Hoagart auf. Sonntagvormittag feierte Diakon Hans Steinhilber zusammen mit den Teilnehmern einen Wortgottesdienst, und am Nachmittag zeigten die frisch geschulten Musikanten ihr erlerntes Können bei einem Vorspiel ihren Eltern. Anschließend konnten sich alle Gäste noch mit Kaffee und Kuchen stärken, und den Tag gemeinsam ausklingen lassen.